Eichenprozessionsspinner: Absaugen der Nester hat begonnen

Symbolbild

Die zweite Runde der Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners an öffentlichen Bäumen in der Hansestadt Gardelegen hat begonnen, teilte die Stadtverwaltung in ihrer Pressemitteilung vom 5. Juli mit.

Seit einigen Tagen werden die Nester von den Bäumen von einem Osterburger Unternehmen abgesaugt. Es wird eine Mammutaufgabe, die bis September dauern wird, meint Florian Kauer vom Fachbereich Sicherheit und Ordnung.

Die Hansestadt Gardelegen hatte für die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners einen Bewilligungsbescheid über 150.000 Euro vom Land erhalten, weitere 25.000 Euro werden von der Stadt finanziert.

Die Absauger sind aktuell im Bereich Estedt, Wiepke, Schenkenhorst und Algenstedt tätig. In den kommenden Wochen werden hunderte Eichen an stadteigenen Straßen und stark frequentierten Feld- und Radwegen abgesaugt.

Vor Beginn der mechanischen Bekämpfung mittels Nesterabsaugung hatte Fachdienstleiter Florian Kauer vom Bereich Sicherheit und Ordnung tausende Eichen nach der chemischen Bekämpfung im Mai begutachtet. „In etlichen Bereichen, wo wir gesprüht haben, waren die Eichen frei, es gab nur ganz vereinzelt Bäume mit Nestern. Aber wir hatten auch Bereiche, wo der Eichenprozessionsspinner trotz chemischer Bekämpfung an vielen Bäumen zu finden und der Blattfraß zu sehen ist“, erklärte Kauer.

Dort wird nun auch abgesaugt werden. Festzuhalten ist: Dort wo gesprüht wurde, gebe es deutlich geringeren Befall als in Vorjahren sowie einige Bereiche mit minimalem Befall, schätzte Florian Kauer ein.

Laut Hersteller wird unter Laborbedingungen beim Besprühen der Eichen mit dem aktuell einzig zulässigen Bakterium, das die Raupen verhungern lässt, ein Erfolg von 80 Prozent garantiert.

„In der Kolonie Breiteiche, Sachau, Siems, an der Gedenkstätte in Gardelegen, in Kassieck und Lindstedt haben wir gute Ergebnisse durch das Besprühen. Dort müssen wir nicht absaugen“, so der Fachdienstleiter.

Öffentliche Eichen werden an ausgewählten Straßen und Wegen unter anderem im Bereich der Ortslagen Lindstedt, Estedt, Wiepke, Schenkenhorst, Algenstedt, Zichtau, Jeggau, Köckte, Dannefeld, Himmelreich, Peckfitz, Kämeritz, Jerchel und Miesterhorst von den Nestern des Eichenprozessionsspinners befreit.

Das Absaugen konnte erst jetzt beginnen, weil sich die Raupen zuvor noch nicht komplett in die typischen Gespinstnester zurückgezogen hatten.