In eigener Sache

Liebe Leserin, lieber Leser, Sie halten die letzte Ausgabe des Stadtspiegels in den Händen.

Vor 30 Jahren erschien der erste Stadtspiegel und nun, 1,5 Jahren nach Ausbruch des Corona-Virus, erscheint die letzte Ausgabe. Die Folgen des Ausbruchs trafen auch den Stadtspiegel. Mehrmals legte ich in den vergangenen 1,5 Jahren – aus wirtschaftlichen Gründen – zwei Erscheinungsmonate zusammen und druckte Doppelausgaben. Ja, als Medienunternehmen konnte ich weiterarbeiten. Das nützt nur bedingt, wenn zu viele deiner Kunden es nicht können. Oder, wenn sie es können, aus Sorge vor der ungewissen Zukunft einsparen, wo immer es geht. Als erstes natürlich bei der Werbung.

Es heißt, man soll aufhören, wenn´s am Schönsten ist. Wirtschaftlich gesehen ist das totaler Quatsch. Ich schließe das Kapitel „Stadtspiegel Gardelegen“ vier Jahre nach der Übernahme, weil es jetzt sicher nicht am Schönsten ist, sondern
wirtschaftlich sinnvoll.

Zeit, Danke zu sagen.

Der größte und tiefste Dank gilt meiner Familie. Ihre uneingeschränkte Unterstützung ließ mich vor sechs Jahren die Entscheidung für eine Rückkehr in die Heimat und – zwei Jahre später – für die Übernahme
des Stadtspiegels treffen. Was Familie betrifft, bin ich einfach ein kleines „Glücksschwein“. Alle Friedrichs sind Realisten, mit einer Portion Idealismus ausgestattet und gleichzeitig sehr pragmatisch veranlagt.

Die Entscheidung, den Stadtspiegel einzustellen, traf ich. Jedoch war mir das Verständnis und die Zustimmung meiner Familie wichtig. Ich weiß nicht, ob Sie es wußten, liebe Leser, der Stadtspiegel war bis zu einem gewissen Grad ein Familienunternehmen. Jeder – in seiner Rolle
– war involviert. Es ist meine Entscheidung, die jedoch die gesamte Familie vorbehaltlos mitträgt.

Als nächstes möchte ich mich bei Ihnen, liebe Leser, bedanken. Viele Berichte entstanden auch durch Ihre Hinweise und bei anderen wirkten Sie direkt mit. Durch Ihre Lesetreue gewann dieses kleine Lokalmagazin an Bedeutung in der Einheitsgemeinde.

Der Stadtspiegel war auflagenmäßig nicht das größte Printprodukt der Einheitsgemeinde, aber Sie machten es bekannt und beliebt. Ich sage DANKE für die gemeinsame Zeit.

Und einen Dank allen Werbepartnern, die in den letzten 30 Jahren das Magazin als wertvolle Präsentationsfläche ihrer Produkte, Dienstleistungen und Angebote sahen und nutzten. Besonders möchte ich diejenigen er wähnen, die während der vergangenen 1,5 Jahre im Stadtspiegel warben – ob Jahreskunde oder saisonal buchender Anzeigenkunde.

Wie geht´s weiter?

Das gedruckte Magazin wird es nicht mehr geben. Die Stadtspiegel-Webseite unter www.meingardelegen.de wird komplett überarbeitet. Ab 1. Oktober finden Sie hier drei Themenschwerpunkte:

Zum Einen Porträts über Menschen der Einheitsgemeinde – ihr Leben und Wirken darin.

Es werden Veranstaltungen angekündigt sowie Bildstrecken von Events präsentiert.

Der dritte Themenschwerpunkt liegt auf Berichte über unser Leben seit dem Virusausbruch. Es ist eine Dokumentation der Auswirkungen, die der Ausbruch auf die Bürger unserer Einheitsgemeinde hat. Menschen berichten von den nachhaltigen Veränderungen ihres privaten oder beruflichen Lebens.

Wie Sie sehen, wird mich das journalistische Tun weiter begleiten. Ich arbeite weiter als freie Journalistin, wenn auch in weit geringerem Umfang. Ich bin sicher, wir sehen uns auf zukünftigen Veranstaltungen.

Kontaktieren Sie mich, wenn Sie über die Auswirkungen des Corona-Virus auf ihr Leben sprechen und es veröffentlichen möchten. Spätere Generationen werden wissen wollen, was diese Zeit für jeden Einzelnen von uns bedeutete.

Meinen Lebensunterhalt verdiene ich die nächsten drei Jahre im Dienstleistungsbereich. Danach plane ich, therapeutisch tätig zu sein. Bis dahin geht noch viel Wasser den Bach… usw. Wie wir spätestens seit 1,5 Jahren alle wissen, Pläne kann man machen bis das Leben
sagt „Jetzt komme ich!“.

Fest steht: Ich bleibe in meiner Heimat und in meiner Heimatstadt.

Ich freue mich darauf, Sie wiederzusehen!

Bleiben Sie neugierig!

Ihre Jana Friedrich