Stadtgeschichte: Damals im Jahr 1988

Ein Blick zurück. Wir schreiben das 1988. In der Zeit, in der es noch Genossen, Sozialismus und Pioniere gab. Aus unserem Fotoarchiv präsentieren wir Beiträge, die tief blicken lassen.

Zum Einen ins Gemeinschaftsleben der Dörfer am Beispiel Potzehne. Die Dorf- und Jugendklubmitglieder, die DFD-Gruppe und der Ortsausschuss der Nationalen Front klotzten gemeinsam ran, um ihr Gemeinschaftshaus in Schuss zu bringen – mit ein wenig finanzieller Unterstützung von der Stadt- und Kreisverwaltung. Knapp 30 Jahre später ist das Prinzip das Gleiche, nur die Akteure sind andere. Wie sollte auch anders gehen?

 
Ein schönes Beispiel für typisches DDR-Speech, gibt unser zweites Beispiel mit dem Titel „Pioniere und Veteranen beim Treffen dreier Generationen“:

„[…]Die Pioniere aus der Karl-Marx-Oberschule und aus den Oberschulen in Letzlingen und Estedt trafen dabei mit der Genossin Lüders und den Genossen Kleiner, Schulze und Stamann zusammen. Einmal mehr kam dabei die Verbundenheit der Bürger aller Altersgruppen mit den Aktivisten der ersten Stunde und ihrem Kampf für die Werte und Ideale des Sozialismus zum Ausdruck. […]“

Der erste Satz wird besonders die Estedter treffen, denn damals gab es ihre Schule noch.
Heute laufen die Treffen von Jung und Alt unter dem Titel „Gegen das Vergessen. Geschichte lebendig halten“. Zeitzeugen berichten Schülern von ihren Erlebnissen aus der Nazizeit.

Damals waren Pioniere und Veteranen gleich „drei Generationen“, die sich bei ihrem Treffen in der Kinobar (heute Spielhalle) über einig waren, dass „nie wieder von unserem Boden ein Krieg ausgehen darf“. Hinterher gab´s kein Kuchen, dafür Kino mit dem damaligen Blockbuster “Der Salzprinz”.

Mehr Stadtgeschichte in unserer Juniausgabe auf den Seiten 5-6. Zu den Verkaufsstellen: Klick hier!

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