Die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners läuft zurzeit. Dabei wurden im Bereich der Miesterhorster Buschstraße im vierten Versuch 285 Eichen mit wirbellosen Fadenwürmern
besprüht.
2021 und 2022 lief das wissenschaftliche Forschungsprojekt in Zusammenarbeit mit der Hochschule Anhalt. Trotz Misserfolgen in den zwei Jahren – aufgrund des starken
Befalls mussten viele Nester im Hochsommer später mechanisch abgesaugt werden – hat die Hansestadt Gardelegen das Projekt im vergangenen Jahr fortgesetzt.
Und: Erstmals waren 2023 Erfolge zu sehen. Die Eichen, die mit Nematoden behandelt wurden, hatten einen deutlich geringeren Befall als Bäume auf der gegenüberliegenden Seite.
Die Hansestadt Gardelegen setzt weiterhin große Hoffnungen in das Projekt, denn es bietet einen entscheidenden Vorteil: „Weil alles rein biologisch erfolgt, kann das Verfahren auch in
Gewässernähe, beispielsweise an Rad- und Wanderwegen im Drömling, angewendet werden“, sagt Ordnungsamtsleiter Florian Kauer.
Nematoden sind wirbellose Fadenwürmer, die kleiner als 1 mm sind. Die Eichen werden, ähnlich wie beim chemischen Verfahren, mit diesen Nützlingen besprüht. Die Fadenwürmer
entwickeln sich im Körper der Raupen und töten sie dadurch ab.
Nach 10 bis 14 Tagen erfolgt eine weitere Behandlung. Weil die Nematoden besonders lichtempfindlich sind, starten die Einsätze immer erst nach Sonnenuntergang.
Das Land Sachsen-Anhalt unterstützt alle biologischen, chemischen und mechanischen Bekämpfungsmaßnahmen der Hansestadt Gardelegen in diesem Jahr mit 110.500 Euro und
damit einer 80-prozentigen Förderung. Dazu kommen 27.500 Euro aus Eigenmitteln, die die Kommune für die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners aufbringt.












