Was mit ein paar Freunden an einer Dartscheibe begann, ist heute eine eigene Sparte im Schützenverein Mieste. Die Mitglieder kommen aus Mieste, Kalbe und der Region und freuen sich über neue Gesichter.
Erst flogen die Pfeile im Garten, später in einer ausgebauten Garage und irgendwann reichte auch dort der Platz nicht mehr. Aus einer kleinen Runde von Freunden ist innerhalb weniger Jahre die Dart-Sparte Wild Hogs im Schützenverein Mieste entstanden.
Angefangen hat alles vor rund vier Jahren bei Manuel Paskarbeits Schwiegervater. Freitags trafen sich zunächst einige Leute zum E-Dart an einer elektronischen Scheibe. Nach und nach wurden es mehr. Weil es im Garten zu eng wurde, bauten sie im vergangenen Sommer eine Garage aus und wechselten vom E-Dart mit Kunststoffspitzen zum Steeldart mit Stahlspitzen. Doch auch dort wuchs die Runde weiter. Zeitweise standen bis zu 13 Spieler an den Scheiben, erzählte der heutige Spartenleiter Manuel Paskarbeit.
Der Schützenverein hatte Platz
Ende 2025 suchten Manuel Paskarbeit und Kevin Fuchs deshalb nach einem größeren Raum. Beim Schützenverein Mieste trafen sie damit auf offene Ohren. Dort hatte es bereits Überlegungen für eine Dart-Sparte gegeben. Die Gruppe wiederum brachte genügend Interessierte mit, die dem Verein beitreten wollten.
Am 1. April 2026 bezogen die Wild Hogs ihre Räume beim Schützenverein in der Siedlung 3. Bevor gespielt werden konnte, war allerdings einiges zu tun: Der Raum wurde gestrichen, für die Boards entstand eine Unterkonstruktion. Ein Teppich schützt die Wand und dämpft den Schall. Ein Podest vor den Scheiben verhindert das Übertreten und schützt den Fußboden vor herunterfallenden Pfeilen. Derzeit stehen vier Scheiben zur Verfügung. Künftig sollen es möglicherweise fünf oder sechs werden.

Zur Sparte gehören derzeit zwölf Mitglieder, darunter zwei Frauen und vier Jugendliche. Etwa die Hälfte der Gruppe kommt aus Mieste, die andere aus Kalbe und der Umgebung.
Ihren Namen fanden sie gemeinsam. In einer Gruppenabstimmung konnten alle ihre Vorschläge einbringen. Am Ende machten die Wild Hogs (Wildschweine) das Rennen. „Ich finde, das passt perfekt zur Region“, sagt Manuel Paskarbeit.
Dass die neuen Räume funktionieren, zeigte das erste offene Turnier am 20. Juni. Unter dem Titel „Spontan daddeln“ kamen 17 Teilnehmer zusammen. Weitere offene Turniere sind geplant, darunter ein Doppelturnier am 12. September und der Halloween-Cup am 31. Oktober.
Einfach freitags vorbeikommen
Wer Steeldart ausprobieren oder die Wild Hogs kennenlernen möchte, kann freitags ab 18 Uhr zum Schnuppertraining in die Siedlung 3 kommen. Eine Anmeldung ist nicht nötig. Interessierte können zunächst zuschauen, mit den Mitgliedern ins Gespräch kommen oder selbst ein paar Pfeile werfen. So lässt sich ganz unkompliziert herausfinden, ob Steeldart das passende Hobby ist.
Auch Fragen zur jungen Sparte und zum Training werden vor Ort beantwortet. Wer vorab Kontakt aufnehmen möchte, erreicht die Wild Hogs über Instagram auf ihrem Account unter @wildhogsmieste
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