Nach dem Ende der Badesaison gab es für die Mitarbeiter der drei Freibäder und die Einsatzkräfte der Gardelegener Ortswehr einen besonderen Einsatz. Das Übungsszenario: Es tritt Chlorgas im Erlebnisbad aus, Gäste müssen evakuiert und ein Mitarbeiter aus der lebensgefährlichen Situation gerettet werden.

„Das ist für uns ein nicht alltäglicher Einsatz“, so Ortswehrleiter Christian Hein. Denn damit verbunden ist, dass sich die Feuerwehrleute in Chemikalienschutzanzügen im Einsatz befinden. Dazu gehört das aufwendige und schweißtreibende Anziehen der Anzüge mit kompletter Ausrüstung. Die Ortswehr nutzte den Abend, um gezielt Kameraden zu schulen, die Einsatzkräfte beim An- und Ausziehen zu unterstützen.

Auch die Freibadmitarbeiter hatten ihre Aufgaben. Bäderbetriebsleiter Tim Weber war im Gasflaschenraum mit der vorgeschriebenen Atemschutzmaske in Aktion, Justin Halank lief den Rettungskräften entgegen und berichtete, was passiert war, nach dem der Warnton für den Austritt des hochgiftigen Gases überall im Freibad zu hören war.

Die ankommenden Einsatzkräfte mussten unter anderem die Windrichtung beachten, um sich nicht selbst in Gefahr zu bringen und sicherzustellen, dass die Evakuierung des Geländes gefahrlos erfolgen konnte. Die Kameraden suchten nach einer verletzten Person und trainierten in Anschluss in Zweierteams das Aufsetzen der Notfallkappe an der Gasflasche, um den Gasaustritt zu den beenden.

Alle fünf Jahre ist diese Art der Übung für Badbetreiber vorgeschrieben. „Auch für uns ist das hilfreich, weil wir bei so einer Übung sehen können, wo wir für einen Ernstfall Abläufe optimieren können“, betonte Tim Weber. Gemeinsam mit den Einsatzkräften wurde die Übung daher direkt nach Ende im Erlebnisbad ausgewertet.









