Für viele Altmärker ist das Duo Hoahnenfoot eine feste musikalische Größe. Seit 44 Jahren sind Kerstin und Andreas Finger zwischen Uelzen, Halberstadt, Rathenow und Braunschweig unterwegs. Für ihr langjähriges kulturelles Engagement wurden die beiden 2025 mit der Ehrennadel der Hansestadt Gardelegen ausgezeichnet.
Pfarrer Tobias Krüger hatte die beiden Dannefelder Ende Februar unter dem Motto „Hoahnenfoot: Ein Leben in Liedern“ nach Gardelegen eingeladen. Beim traditionellen Format „Mittwochabends“ im evangelischen Gemeindezentrum spricht der Pfarrer in lockerer Runde mit Menschen, die das Leben der Stadt prägen, und beleuchtet die menschlichen Seiten, die dahinter stehen und sonst nie ein Thema sind.
Mit Hoahnenfoot gab es an diesem Abend zwar auch viel zu erzählen. Im Mittelpunkt standen jedoch ihre Lieder und Texte, die das Duo seit Jahrzehnten begleiten. Dabei spielte auch die plattdeutsche Mundart eine wichtige Rolle.
Die Pflege altmärkischer Mundart und dörflich-bäuerlicher Traditionen war eine der Ideen, die 1982 zur Gründung ihrer Folk-Gruppe führten. So begann der Abend auch mit einem von den Fingers geschriebenen und komponierten plattdeutschen Begrüßungslied. Natürlich durfte auch das bekannte Lied „Dat du mien Leewsten büst“ nicht fehlen, das das damals frisch verheiratete Paar schon in den Anfangsjahren sang und bis heute gern vorträgt.
Der altmärkische Dichter Fritz Hagen, der im vergangenen Jahrhundert lebte, war mit Kerstin und Andreas Finger befreundet. Deshalb vertonte das Duo mehrere seiner Gedichte. Einige davon wurden zu Liedern, die Hoahnenfoot bis heute singt. Eine besondere Rolle spielt „Mien Oltmarkland“, in dem, wie auch in Hagens Gedichten, die Verbundenheit zur altmärkischen Heimat zum Ausdruck kommt.
Zum Abschluss griff auch Pfarrer Tobias Krüger zur Gitarre. Gemeinsam mit Hoahnenfoot stimmte er den musikalischen „Rausschmeißer“ an. Im Gemeindesaal wurde noch einmal kräftig mitgesungen und geklatscht. Spätestens da war klar: Dieser Abend hatte sein Ziel erreicht, mit Liedern und Gedichten Menschen zu bewegen und im großen Rund Verbundenheit herzustellen.
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