Die Hansestadt Gardelegen hat erneut Einwohner verloren. Das zeigen die aktuellen Zahlen des Einwohnermeldeamtes. Ende 2025 lebten noch 21.979 Menschen in der Einheitsgemeinde. Ein Jahr zuvor waren es 22.164. Das ergibt ein Minus von 185 Personen.
Der Blick in die Statistik zeigt: Das Problem ist nicht der Wegzug. Das Problem sind die Geburten.
Mehr Sterbefälle als Geburten
115 Kinder kamen 2025 in Gardelegen zur Welt.
307 Menschen starben.
Das ergibt ein Minus von 192 Einwohnern allein durch die natürliche Bevölkerungsentwicklung. Ein Trend, der sich seit Jahren fortsetzt.
Zuzüge gleichen Wegzüge aus
Bei der Wanderung sieht die Bilanz besser aus.
745 Menschen zogen zu.
738 Menschen zogen weg.
Unterm Strich bleibt ein kleines Plus von sieben Personen. Dieses Plus kann das Geburtendefizit jedoch nicht ausgleichen.
Die Zahlen auf einen Blick
- Einwohner am 31.12.2024: 22.164
- Einwohner am 31.12.2025: 21.979
- Veränderung: –185
- Geburten: 115
- Sterbefälle: 307
- Zuzüge: 745
- Wegzüge: 738
Große Unterschiede zwischen den Ortsteilen
Nicht überall gehen die Zahlen nach unten. Einige Orte wachsen leicht, andere verlieren deutlich.
Ortsteile mit dem stärksten Zuwachs 2025:
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Letzlingen: +8 (jetzt 1.409 Einwohner)
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Algenstedt: +7 (jetzt 185 Einwohner)
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Wannefeld: +7 (jetzt 200 Einwohner)
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Ipse: +5 (jetzt 123 Einwohner)
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Zichtau: +5 (jetzt 210 Einwohner)
Hier machten vor allem Zuzüge den Unterschied.
Ortsteile mit dem stärksten Rückgang 2025:
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Mieste: –32 (jetzt 1.799 Einwohner)
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Estedt: –20 (jetzt 327 Einwohner)
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Ackendorf: –10 (jetzt 261 Einwohner)
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Weteritz: –10 (jetzt 169 Einwohner)
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Jävenitz: –9 (jetzt 897 Einwohner)
In diesen Orten wirkten sich viele Sterbefälle und wenige Geburten besonders stark aus.
Auch die Kernstadt verliert
In der Kernstadt Gardelegen lebten Ende 2025 noch 9.850 Menschen.
Ein Jahr zuvor waren es 9.929. Das bedeutet ein Minus von 79 Einwohnern.
Auch hier zeigt sich das bekannte Muster: leichte Zuzugsgewinne, aber ein deutliches Geburtendefizit.
Die Zahlen zeigen: Gardelegen bleibt als Wohnort gefragt. Zuzüge und Wegzüge halten sich nahezu die Waage.
Doch die demografische Entwicklung überlagert alles: Zu wenige Geburten und eine alternde Bevölkerung lassen die Zahlen weiter sinken.










