Es war kalt an diesem späten Märznachmittag. Auf dem Gutshof Lindstedt herrschte trotzdem reges Treiben. 14 Ortschronisten aus der Region waren am 26. März zusammengekommen. Sie brachten Ordner, Ideen und viele Geschichten mit.
Anja Rohrdiek und Johanna Brilling führten die Gäste über das Gutshof-Gelände. Die Gruppe schaute sich die Festscheune an, das Remisengebäude und machte Halt an der alten Eiche, die inzwischen als Naturdenkmal gilt. Danach ging es weiter zur sogenannten Motte, einer ehemaligen Turmhügelburg. Schon unterwegs kamen die Teilnehmer ins Gespräch. Wer arbeitet wie? Wer hat welche Quellen? Aus kurzen Gesprächen wurden später längere Diskussionen.

Im Gutshaus wurde es dann deutlich wärmer. Getränke standen bereit, dazu Schnittchen. Auf einem Tisch lag die Lindstedter Chronik, die Siegfried Jordan zusammengestellt hatte.
Ein Thema zog sich durch den gesamten Abend: Wie führt man eine Ortschronik richtig? Die Antworten fielen unterschiedlich aus. Michael Fuhrmann setzte auf digitale Lösungen. Andere blieben bewusst beim Papier. Ein eindeutiges richtig oder falsch gab es nicht. „Wichtig ist, dass überhaupt etwas passiert“, fasste Maik Matthies, der die Jävenitzer Ortschronik führt, zusammen.

Ein weiterer Punkt des Abends war die künftige Regelung der Ortschronisten. Am 11. Mai soll der Stadtrat darüber entscheiden. Neue Ideen brachte Anja Rohrdiek ein. Sie verwies auf mögliche Fördermittel und schlug gemeinsame Projekte vor. Gegen 19.30 Uhr endete der offizielle Teil des Abends. Viele blieben trotzdem noch, tauschten sich aus und gaben alte Ansichtskarten weiter.
Das nächste Treffen ist bereits angedacht. Es sollte im Oktober in Gardelegen stattfinden.
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