Was einmal mit drei Autos und zwei Mopeds im privaten Rahmen begann, ist inzwischen ein echter Besuchermagnet. Nach Veranstalterangaben kamen mehr als 1200 Tagesgäste und rund 300 bis 350 Fahrzeuge am 1. August zu den „Altblech Wiesen“ nach Mieste.
Dabei blieb es längst nicht nur bei den typischen Ostfahrzeugen. Neben Simson, Trabant und Wartburg standen auch VW-Busse, Käfer, BMW und weitere Klassiker auf dem Gelände. Das Treffen war ausdrücklich markenoffen. Für viele Besucher ging es deshalb nicht nur darum, bestimmte Modelle zu bestaunen. Es wurde geschaut, erzählt, verglichen und natürlich jede Menge gefachsimpelt.

Leistung messen, Teile suchen und gemeinsam losfahren
Vor allem bei den Mopedfahrern kam der Zweirad-Leistungsprüfstand gut an. Dort konnten sie testen lassen, was ihre Maschinen tatsächlich leisten. Auf dem Teilemarkt ließ sich derweil nach Ersatzteilen und anderen Fundstücken suchen.

Am Nachmittag machten sich zahlreiche Zwei- und Vierräder gemeinsam auf den Weg. Die Ausfahrt führte durch die umliegenden Dörfer und wurde auch von vielen Menschen am Straßenrand verfolgt, berichtete Veranstalter Johannes Ächner.
Weitere Unterhaltung boten verschiedene Wettbewerbe. Beim Fahrzeuglimbo wurde gemessen, welches Fahrzeug am tiefsten über dem Boden liegt. Eine Jury bewertete außerdem Fahrzeuge in mehreren Kategorien, darunter besonders original erhaltene Modelle und Umbauten.
Auch abseits der Fahrzeuge war einiges vorbereitet. Für Kinder gab es eine Hüpfburg und Kinderschminken. Kaffee und Kuchen wurden auf Spendenbasis angeboten. Weil für den Veranstaltungstag warmes Wetter angekündigt war, hatte der Verein außerdem einen kleinen „Trabipool“ aufgebaut.

Aus einer privaten Runde wurde ein Verein
Organisiert werden die „Altblech Wiesen“ vom Verein tiefwertig. Angefangen hatte alles deutlich kleiner: als private Interessengemeinschaft mit drei Autos und zwei Mopeds. Weil das öffentliche Interesse wuchs und das Treffen größer wurde, gründeten Johannes Ächtner und sein Bruder Valentin den Verein.
„Den habe ich damals mit meinem Bruder zusammen gegründet, um dieses Treffen halt legal veranstalten zu können“, erzählt Johannes Ächtner.
Seit drei Jahren ist tiefwertig als Verein eingetragen. Aktuell gehören ihm knapp 35 Mitglieder an. Das Treffen fand zum zweiten Mal auf dem Gelände in Mieste statt.
Für Johannes ist die „Altblech Wiesen“-Mischung wichtig: bekannte Gesichter wiedersehen, neue Leute kennenlernen und miteinander ins Gespräch kommen. Schließlich verbindet die Besucher bei aller Unterschiedlichkeit der Fahrzeuge vor allem die Begeisterung für alte Technik.
2027 soll daraus ein ganzes Wochenende werden
Der nächste Termin steht bereits fest: Am Sonnabend, 31. Juli 2027, sollen die „Altblech Wiesen“ wieder in Mieste stattfinden. Zusätzlich möchte der Verein das Campingangebot ausbauen und aus dem Treffen eine Wochenendveranstaltung machen. Geplant ist, dass Besucher vom Freitag, 30. Juli, bis Sonntag, 1. August 2027, auf dem Gelände campen können.
Wer Fragen zum Treffen oder zum Verein hat: info@tiefwertig.de Aktuelle Einblicke gibt es außerdem auf dem Instagram-Kanal „tiefwertig“.











